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Vorteile Wildplakat gegenüber Grossplakat:
viel günstiger
Standorte frei wählbar
Plakatnetz-unabhängig
zielgruppenspezifisch
geringer Streuverlust
keine mangelnde Verfügbarkeit
kurzfristig realisierbar
hohe Street-Credibility


Wildplakatierung nahe City Hall Park, New York. 1866

 

Plakatsäulen vor dem Olympic Theatre, New York 1875

 

Wildplakatierung in Bagdad, Irak 2005

 

Wildplakatierung für Wahlen in Nigeria, 2007

 

Propaganda in der Volksrepublik China

 

April 2006: Imagekampagne für das Wildplakat von Nike. Grossplakate werben mit Wildplakaten ...


Propaganda ist Werbung und PR

"Propaganda" kommt vom Lateinischen für "Sachen die zu verbreiten sind". Bis zur industriellen Revolution wurde der Begriff für Werbung im Allgemeinen benützt. Propaganda wurde erst später für die systematische Verbreitung politischer, weltanschaulicher oder anderer Informationen verwendet. Hier zum Ursprung und zur wissenschaftlichen Definition des Wortes "Propaganda". Download PDF

Im Altertum wurden Werbebotschaften einzeln an die Wand gepinselt oder in mühsamer Handarbeit in Stein und Marmor gehauen. Aegypter und Römer waren in dieser Technik besonders fingerfertig.
Die Geburtsstunde des Plakats ist sagenumworben. Die Grundlagen für die Papierherstellung wurden im alten China im Jahr 105 n.Chr. durch den Erfinder Ts'ai Lun erarbeitet. Dieses erste Papier wurde aus Baumrinde, Hanf und alten Lumpen hergestellt, eine Zusammensetzung, die Jahrhunderte lang beibehalten wurde. Die Papierherstellung kam erst mit Marco Polo im Jahre 1292 nach Europa.

Plakate erobern Europa

Die Vervielfältigung von bedrucktem Papier wurde um 1440 mit der Erfindung des Buchdrucks durch Johannes Gutenberg in Mainz möglich. Erst später begann der Aufschwung der meistens nur mit Text gestalteten Plakate, in deren Mittelpunkt neben offiziellen Verlautbarungen und politischen Zielen (z.B. "Nieder mit dem König") vor allem die Ankündigungen von Veranstaltern aus dem Unterhaltungsbereich standen.
Die so genannte "Wildplakatierung", auch freie Plakatierung genannt, hatte in Frankreich bereits 1539 zu offiziellen Anweisungen für den Plakatanschlag geführt, welche ab 1653 zu einer regelrechten Repression führten. Im Jahre 1772 schlossen sich die Plakatkleber von Paris zu einer Interessengemeinschaft zusammen. In der Schweiz geschah dies auf Anregung von Propaganda AG erst im Jahre 2001, mit dem Dachverband Schweizer Kulturplakateure DSK.

1798 erfand Alois Senefelder die Lithographie, deren Technik im Lauf des 19. Jahrhunderts weiterentwickelt wurde. Die dadurch neu umsetzbaren künstlerischen Aussagemöglichkeiten und deren optische Wirkung spornte Künstler in ganz Europa an. Entscheidend für das Plakat, das während der französischen Revolution und den Unruhen danach vor allem als Anschlag mit politischem Inhalt eine grosse Zeit erlebte, war auch die Industrialisierung.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts beschleunigte sich die Entwicklung in ungeahnter Eigendynamik und schuf damit günstige Rahmenbedingungen für die weitere Entwicklung des Plakats: Immer mehr Produkte wollten verkauft sein, arme wie reiche Schichten brauchten Abwechslung im Bereich des Vergnügens, und angesichts der grossen politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Umwälzungen diente das Plakat nach wie vor der politischen Propaganda. 1839 erfolgte in London die Gründung der ersten Firma für öffentliche Plakatierung, 1900 in Genf die Gründung der Allgemeinen Plakatgesellschaft APG.

Wildplakate sind ein Ausdruck urbaner Kultur

Um 1880 wurden auch in den Städten der Schweiz vor allem Plakate mit politischem Inhalt aufgehängt. Da sich rivalisierende Parteien gegenseitig Plakate überklebten und einander mit immer neuen übertrumpfen wollten, erliessen die Behörden Gesetze zum Plakataushang auf öffentlichem Grund.

Als der gelernte Buchhändler, Drucker von Flugblättern und Revolutionszeitungen Ernst Litfass 1855 den Berliner Polizeipräsidenten um Erlaubnis bat, öffentliche Plakatsäulen aufstellen zu dürfen, versprach er, so die Wildplakatflut an den Bäumen einzudämmen. Es war die Geburt der bis heute weit verbreiteten Litfasssäule. Das kunstvolle Aufhängen von Plakaten erreichte in der Schweiz zur Zeit des Dadaismus um 1917 nochmals eine Hochblüte, vor allem in der Dada-Hochburg Zürich.

In der Schweiz

Über 50 Jahre später wurde mit dem Aufkommen von Fotokopiergeräten das Kleinplakat für jedermann realisierbar. Schnell und günstig konnten Mitteilungen, Werbebotschaften, politische Inhalte und Einladungen zu kulturellen Anlässen vervielfältigt werden. So wurde DIN A3 zum weitverbreiteten Kleinplakatformat. Später wurde – durch fallende Papierpreise und die steigende Nachfrage nach Drucksachen – der Offsetdruck immer günstiger. Nun konnten mit kleinen Budgets auch höhere Auflagen und grössere Formate gedruckt werden.

Während sich in den meisten Nachbarländern das Format DIN A1 durchsetzte, wurde hierzulande DIN A2 (ca. 42 x 60 cm) zum Standard für Wildplakate: gross genug, um gut wahrgenommen zu werden – klein genug, um fast überall platzierbar zu sein.

In der Schweiz besteht gegen jeden freien marktwirtschaftlichen Grundsatz ein Quasi-Monopol bei Plakatstellen auf öffentlichem Grund. Eine einzige Plakatfirma beherrscht die Grossplakat-Landschaft. In Verträgen, welche zum Teil vor fast 100 Jahren mit verschiedenen Gemeinden abgeschlossen wurden, sicherte sich eine Firma grosse Vorrechte beim Aushang auf öffentlichem Grund. Durch feste Beziehungen der Plakatfirma zur politischen Elite konnten diese Pachtverträge regelmässig verlängert werden. Sie garantieren heute noch massive Wettbewerbsvorteile gegenüber anderen Plakatfirmen, die sich beim Aushang weitgehend auf den Privatgrund beschränken müssen.

Durch die Quasi-Monopol-Situation kann eine Plakatfirma in der Schweiz die Preise weitgehend diktieren. So kosten Grossplakat-Flächen in der Schweiz das Fünf- bis Zwanzigfache des Preises von Nachbarländern. Mehrere hundert bis über tausend Franken pro Plakat und Woche können sich gutverdienende Firmen leisten, kleine Firmen oder Kulturveranstalter können solche Preise nicht bezahlen.

Umsomehr gewinnt der freie Plakataushang bei kleinen Budgets an Bedeutung. Weil unabhängige Plakateure die Plakate meistens nicht auf gemieteten Flächen platzieren und wegen der Mechanismen, die zwischen den Plakatfirmen stattfinden, spielt der freie Markt und drückt so auf die Preise. Dies ist einer der Gründe wieso dieses Werbemedium erschwinglich ist.

Für viele Kulturveranstalter, Clubs, Konzertlokale, Festivals und Theaterhäuser sind Wildplakate die einzige finanziell vertretbare Möglichkeit, um auf ihre Veranstaltungen aufmerksam zu machen. Auch etablierte Kulturinstitutionen nutzen dieses Werbemedium regelmässig, um ihre Säle zu füllen.

Die PROPAGANDA Zürich AG

Die Firma PROPAGANDA plakatiert seit 1977 in der Stadt Zürich. Der Gründer Sandro Galli hat als Kulturmanager über 22 Jahre eigenhändig Plakate aufgehängt und Flyer verteilt. Von der hohen Strassenpräsenz seiner Plakate beeindruckt, wurden bald einige Kulturinstitute auf seine Werbemedien aufmerksam. Was damals als Einmannbetrieb begonnen hatte, sollte später zur Erfolgsgeschichte werden. Ab 1980 wurden neben den Plakaten regelmässig Flyer verteilt. Ab 1986 wurden die Distributionen auf alle Städte der Schweiz ausgedehnt. 1994 war das eigentliche Boomjahr für die Firma, welche nun namhafte Kulturveranstalter wie das Kaufleuten, Rote Fabrik und Schauspielhaus als regelmässige Kunden bediente. 1995 konnten Keyplayers der Musikbranche, internationale Labels, und 1997 all grossen Filmverleiher als Auftraggeber dazu gewonnen werden. Dies zementierte den Durchbruch der Propaganda, welche unterdessen auch im Bereich Promotionen und weiteren Sonderwerbeformen sich einen Namen gemacht hatte.

Die inzwischen zur PROPAGANDA Zürich AG gewordene Firma ist nicht nur enorm gewachsen, sondern konnte ihr Verteilgebiet bis weit über die Grenzen hinaus vergrössern. Im Jahre 2002 und 2003 folgten internationale BTL Mandate welche Europaweit umgesetzt wurden. Dank hoher Qualitätsstandards und bester Motivation seiner Mitarbeiter/innen ist sie im Jahr 2001 zur grössten Kulturwerbe- und Ambient Media Agentur der Schweiz herangewachsen. Seit 2006 ist der CEO Sandro Galli Gast-Dozent an mehreren Marketingschulen: Swiss Marketing Academy, beim SAWI und am KV Zürich.




Plakatkampagne in eigener Sache 1994